Überraschung bei den Vorbestellungen: Die 100-Euro-Ultimate-Edition schlägt die Standard-Version deutlich
Eigentlich würde man erwarten, dass die günstigere Standard Edition die Mehrheit der Vorbestellungen auf sich zieht. Bei GTA 6 ist laut Take-Two-Chef Strauss Zelnick offenbar genau das Gegenteil der Fall, und unabhängige Marktdaten liefern dazu jetzt erstmals eine konkrete Größenordnung.
Kurz erklärt
- In einem CNBC-Interview bestätigte Take-Two-CEO Strauss Zelnick, dass sich die Vorbestellungen deutlich in Richtung der 100-Dollar-Ultimate-Edition verschieben.
- Der Marktanalyst Sensor Tower beziffert den Anteil der Ultimate Edition an allen bisherigen Vorbestellungen auf rund 89 Prozent.
- Dieselbe Quelle schätzt, dass GTA 6 bis zum Release auf rund 25 Millionen Vorbestellungen kommen könnte, umgerechnet etwa 2 Milliarden US-Dollar an Vorab-Umsatz.
- Zelnick erklärte zudem, es gebe aktuell keine Pläne für eine offizielle Preissenkung vor Weihnachten.
- Sowohl der Ultimate-Edition-Anteil als auch die 25-Millionen-Schätzung stammen von Sensor Tower, nicht von Take-Two selbst.
Was Zelnick im CNBC-Interview wirklich sagte
Kurz nach dem Earnings Call und der Netflix-Ankündigung setzte Take-Two-Chef Strauss Zelnick seine Interviewrunde fort, unter anderem bei CNBCs „Squawk Box“. Auf die direkte Frage, ob Kunden eher die günstigere Standard- oder die teurere Ultimate Edition vorbestellen, antwortete er, es verschiebe sich stärker zur Premium-Version, das könnte aber auch daran liegen, dass gerade die eingefleischtesten Fans jetzt schon vorbestellen.
Eine konkrete Zahl oder ein Verhältnis wollte Zelnick trotz Nachfrage weiterhin nicht nennen. Genau diese Lücke hat der Marktanalyst Sensor Tower nun mit einer eigenen Schätzung gefüllt.
89 Prozent: Die Zahl hinter der Aussage
Nach Berechnungen von Sensor Tower entfallen inzwischen etwa 89 Prozent aller bisherigen GTA-6-Vorbestellungen auf die Ultimate Edition, nur der kleinere Rest auf die günstigere Standard-Version. Damit deckt sich die Schätzung mit Zelnicks vorsichtiger Formulierung, liefert aber erstmals eine konkrete Größenordnung für das tatsächliche Ausmaß der Verschiebung.
Sensor Tower geht laut Berichterstattung außerdem davon aus, dass die weltweiten GTA-6-Vorbestellungen bis zum Launch auf etwa 25 Millionen Einheiten anwachsen könnten. Umgerechnet entspräche das einem Vorab-Umsatz von rund 2 Milliarden US-Dollar, allein aus Vorbestellungen vor dem eigentlichen Verkaufsstart am 19. November.
Warum das mit Vorsicht zu genießen ist
So verlockend die 89-Prozent-Zahl klingt, beide Seiten betonen dieselbe Einschränkung: Es handelt sich um die Käufer, die jetzt schon vorbestellen, also die aktivsten und treuesten Fans der Reihe. Zelnick machte deutlich, dass sich dieses Verhältnis verschieben könnte, sobald ab Herbst auch gelegentliche Käufer und Spätentschlossene dazustoßen, die eher zur günstigeren Standard Edition greifen dürften.
Genau diese Unsicherheit war auch der Grund, warum Take-Two seine Jahresprognose trotz der starken Vorbestellungszahlen nicht angehoben hat. Mehr dazu in unserem Artikel GTA 6 Vorbestellungen: Take-Two nennt sie „beispiellos“ .
Kommt vor Weihnachten ein Rabatt?
Im selben Interview wurde Zelnick auch gefragt, ob angesichts des Release-Termins kurz vor Black Friday und Weihnachten mit Preissenkungen zu rechnen sei. Er verwies darauf, dass sich der Preis von GTA V über Jahre hinweg gehalten habe, und stellte klar, dass Take-Two zwar den eigenen Verkaufspreis festlege, einzelne Händler aber selbst entscheiden könnten, ob sie auf eigene Kosten rabattieren.
Offizielle, breit angelegte Preissenkungen seitens Take-Two selbst sind demnach kurzfristig nicht zu erwarten. Alle Preise und Inhalte der beiden Editionen findest du in GTA 6 vorbestellen: Preis, Editionen, Bonus und Preload .
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